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Der Hauptbahnhof in Rostock - Diese Geschichte solltest du kennen

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Der Rostocker Hauptbahnhof ist der zentrale Hauptbahnhof für Güter und Personen Verkehr der deutschen Stadt Rostock. Es ist optimal im Süden des Stadtzentrums gelegen, mit dem er durch einen unterirdischen Straßenbahntunnel und dem Busverkehr verbunden ist. Der Bahnhof wurde 1886 vom Deutsch-Nordischen Lloyd eröffnet und betreibt eine kombinierte Eisenbahn- / Fährverbindung nach Nykøbing Falster in Dänemark. Die Station wurde 1913 und 1922 erweitert, wurde aber im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Die Bedeutung der traditionellen Route nach Hamburg und Kopenhagen nahm nach der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg ab, wobei sich der Fernverkehr auf Städte innerhalb der DDR konzentrierte. Die Elektrifizierung erreichte den Bahnhof 1985. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der Bahnhof in Rostock dann umfassend modernisiert.

Die Geschichte des Bahnhofs in Rostock

Der heutige Bahnhof wurde 1886 von der Deutsch-Nordischen-Lloyd-Eisenbahngesellschaft als Lloyd-Bahnhof eröffnet. Das Unternehmen betrieb die Lloyd-Bahn auf der Strecke Neustrelitz – Rostock – Warnemünde und die anschließende Postdampfer-Verbindung nach Nykøbing Falster. 1894 wurde die Lloydbahn vom Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin erworben und in die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn (MFFE) eingegliedert, die bereits einen großen Bahnhof in Rostock besaß. Der Parallelbetrieb des Personen- und Güterverkehrs erwies sich als ineffizient. 1896 wurde der Bahnhof der Lloydbahn für den größten Teil des Personenverkehrs eingeteilt und in den Central-Bahnhof umgewandelt. Nach der Wende des 20. Jahrhunderts wurde er in Rostock Hauptbahnhof umbenannt. Mit der Einrichtung der Eisenbahnfähre zwischen Warnemünde und Gedser im Jahr 1903 stoppten Fernexpresszüge zwischen Berlin und Kopenhagen am Bahnhof. Nach dem Umbau der Zufahrt nach Stralsund hielten die Züge von und nach Stralsund nicht mehr am Bahnhof der Friedrich-Franz-Bahn, die später zum Güterbahnhof Rostock wurde.

Transformation durch Umbau des Rostocker Hauptbahnhofs

Im Jahre 1913 wurde die Eingangshalle mit Jugendstilelementen und kleinen Balustraden nach einem Entwurf von Paul Korff umgebaut. Die Bahnsteiganlagen wurden 1922 um zwei Bahnsteiggleise erweitert und die U-Bahnstation entsprechend erweitert.

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Der Hauptbahnhof in Rostock wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Es gab eine vorübergehende Rekonstruktion. Die Bedeutung von Rostock und des Bahnhofs nahm durch die Teilung Deutschlands zu. Insbesondere nach der Gründung neuer Industrieunternehmen und Wohngebiete im Nordwesten der Stadt, stieg die Passagierzahl stark an. Die Bedeutung von Nord-Süd-Fernverbindungen nach Dresden, Leipzig und Berlin wuchs ebenfalls. Direkte Züge nach Prag und Budapest wurden eingerichtet. Rostocks "traditionelle" Fernverbindungen nach Hamburg und Kopenhagen, waren nach der Teilung Deutschlands im Jahr 1949 sehr begrenzt. Für den Ausbau des Bahnhofs war eine Improvisation erforderlich, wobei ein erneuter Standortwechsel vermieden wurde. Weitere Plattformen wurden gebaut, um mit der zunehmenden Zahl der Fahrer fertig zu werden. Ein Ausgang wurde an der U-Bahnstation in Richtung Süden der Stadt gebaut. Der Bahnhof wurde dann im Jahre 1985 an das Stromnetz der Deutschen Reichsbahn angeschlossen.

Der Hauptbahnhof in Rostock nach der Wiedervereinigung

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands kam es zu einer Verschiebung der Verkehrsströme. Zum einen verlagerte sich der Verkehr von der Schiene auf die Straße, zum anderen wuchs die Bedeutung der Verbindungen nach Hamburg und Kiel (über Lübeck) stark. Die direkten Fernverbindungen nach Dresden, Magdeburg und Leipzig wurden bis Mitte der 1990er Jahre aufgegeben und die Verbindung nach Kopenhagen wurde auch mit der Schließung der Eisenbahnfähre nach Gedser gestrichen. Außerdem wurde die Verbindung von Rostock nach Berlin zum Regionalverkehr.

Der Wiederaufbau des Bahnhofs

Aufgrund der begrenzten Kapazität des Bahnhofs gab es bereits in der DDR, Pläne für eine Renovierung des Bahnhofs oder sogar den Bau eines neuen Hauptbahnhofs. Im allgemeinen Verkehrsplan der 1960er Jahre für die Stadt, wurde in der Nähe des Vororts Brinckmansdorf ein neuer Durchgangsbahnhof vorgesehen, an dem Züge von Stralsund ohne Umkehr nach Süden weiterfahren konnten. Der Güterverkehr wäre vollständig vom Personenverkehr getrennt worden. Das Projekt wurde jedoch niemals realisiert. Die Planung um 1980 sah den Abriss des zwischen den Gleisen errichteten Bahnhofsgebäudes vor, um Platz für Inselbahnsteige zu schaffen. Auf der Nordseite des Bahnhofs sollte auch ein neuer Bahnsteig gebaut werden. Der Eingang wäre dort geblieben, aber der Haupteingang wäre dann auf die Südseite des Bahnhofs gewandert, wo ein neues Bahnhofsgebäude geplant war.

Während der Renovierung des Bahnhofs von 1999 bis 2003 wurden dann schlussendlich ähnliche Ideen verwirklicht. Das Stationsgebäude an der Nordseite wurde unter Einbeziehung der alten Eingangshalle umgebaut. Eine neue unterirdische Ebene wurde mit einem Straßenbahntunnel und einem kleinen südlichen Eingangsgebäude hinzugefügt. Das Bahnhofsgebäude in der Mitte der Gleise wurde bis auf einen kleinen Teil abgerissen. Eine direkte Verbindung vom Fern- und Regionalverkehr zur Straßenbahn ist nun auf zwei Ebenen unter den Gleisen möglich. Für die S-Bahn wurde eine neue Inselplattform gebaut und eine neue Bahnsteignummerierung eingeführt. Der Bahnhof wird seit dem 11. Juni 2007 von zwei Intercity-Express-Diensten bedient.

So ist die neue Infrastruktur des Bahnhofs in Rostock

Seit der Renovierung im frühen 21. Jahrhundert hat der Bahnhof ein Haupteingangsgebäude an der Nordseite der Eisenbahnschienen und ein kleineres Eingangsgebäude an der Südseite. Die Bahnsteige mit elf Bahnsteiggleisen sind über eine unterirdische Ebene zwischen den beiden Eingangsgebäuden erreichbar. Die Rostocker Straßenbahnhaltestelle mit zwei Bahnsteigen befindet sich auf einer zweiten unterirdischen Ebene.

Die Bahnsteige sind wie folgt angeordnet:

Südwestlich des Hauptbahnhofs befindet sich ein Inselbahnsteig mit den Gleisen 1 und 2, die hauptsächlich von den Zügen der Rostocker S-Bahn genutzt werden. Darauf folgt eine breite Inselplattform, die von Zügen auf den Gleisen 3 im Nordosten und Gleis 7 im Südwesten bedient werden. Zuvor befand sich auf dieser Plattform das ursprüngliche Eingangsgebäude, das im Zuge des Umbaus bis zum Jahr 2000 weitgehend abgerissen wurde. Am östlichen Ende dieser Plattform befinden sich die Erkerplattformen der Gleise 4 und 5 und am westlichen Ende der Bahnsteig am Gleis 6, welches im Dezember 2012 in Betrieb genommen wurde und gelegentlich von S-Bahnen nach Warnemünde genutzt wird. Im Südwesten folgen zwei weitere Inselplattformen mit den Gleisen 8 und 9 sowie den Gleisen 10 und 11.

Das Eingangsgebäude, das bis zum Ende des 20. Jahrhunderts bestand, war ein denkmalgeschütztes Gebäude. Seit dem Umbau der Station ist sie jedoch nicht mehr in den Denkmallisten enthalten.

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