Gesundheit

Gesundheit

Propolis: ein vielseitiges Antibiotikum aus der Natur

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Dass Propolis das Immunsystem stärkt und sich bestens dafür eignet allerlei Krankheiten abzuwehren, ist altbewährtes Wissen. Vor allem Imker oder Anhänger naturheilkundlicher Methoden schätzen seine antimikrobiellen, antiviralen und immunstimulierenden Eigenschaften. Mittlerweile wird Propolis durch seine vielen Vorzüge immer bekannter und verbreiteter. Der neue online Shop uandu.eu bietet geprüfte Propolis Produkte an.

Wie gewinnt man Propolis und welchen Nutzen hat es?

Propolis ist ein Kittwachs, das Honigbienen herstellen und dazu nutzen ihren Bienenstock vor Umwelteinflüssen und Krankheitserregern aller Art zu schützen. Dafür sammeln sie neben Blütenpollen auch Harze und andere von Bäumen abgesonderte klebrige Flüssigkeiten an ihren Beinen. Arbeiterbienen stellen aus den gesammelten Substanzen durch Hinzufügen von Bienenspeichel und Wachs einen antimikrobiellen, antiviralen sowie Zugluft und Nässe abwehrenden Kitt für den Eingang ihres Bienenstockes. Ein Bienenvolk produziert jährlich zwischen 50 und 200 Gramm Propolis. Imker gewinnen es, indem sie es vorsichtig durch Abkratzen von den Wabenrahmen entfernen.

Inhaltsstoffe unterscheiden sich durch Umwelteinflüsse

Die Umweltbedingungen, unter denen die Bienen das Propolis herstellen, haben einen großen Einfluss auf die Inhaltsstoffe und Wirkungsweise. So kann schon ein und dasselbe Bienenvolk je nach Jahreszeit sich stark unterscheidendes Propolis erzeugen. Laut einer Studie an der FU Berlin, in der das Kittharz aus aller Welt untersucht wurde, ist Propolis, das von Pappeln stammt, am stärksten wirksam. Bislang sind um die 150 Inhaltsstoffe bekannt. Diese werden in verschiedene Wirkstoffklassen unterteilt. Die drei wichtigsten sind Flavonoide, phenylsubstituierte Carbonsäuren und ätherische Öle. Zahlreiche der Wirkstoffe weisen entzündungs- und bakterienhemmende Eigenschaften auf.

Berliner Forscher klären Wirkung

Im Rahmen der Forschungen, die in den 90er Jahren an der FU Berlin durchgeführt wurden, konnten Wissenschaftler mehr über die Wirkungsweisen von Propolis herausfinden. Unter dem Elektronenmikroskop konnten sie beobachten, wie die Phenylcarbonsäuren die Zellteilung der Bakterien hemmt und ihre Zellwände zerstört. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu den konventionellen Antibiotika, da die Bakterien so keine Resistenzen gegenüber Propolis ausbilden können. Außerdem wurde nach dem gleichen Prinzip eine leichter antiviraler Effekt bei Herpes- und Rhinoviren beobachtet sowie genauere Erkenntnisse über die entzündungshemmenden und immunstimulierenden Wirkungen gewonnen.

Vorteile des natürlichen Antibiotikums

Da aufgrund der Wirkungsweise keine bakteriellen Resistenzen zu befürchten sind, empfiehlt sich Propolis innerlich angewendet in der Behandlung von Infekten der oberen wie unteren Atemwege und zur Stimulierung des Immunsystems. Äußerlich angewendet helfen alkoholisch-wässrige oder wässrige Extrakte bei der Behandlung von Wunden, Entzündungen im Mund und Rachen, Pilzinfektionen und Herpes Simplex. Da Propolis Allergien auslösen kann, sollte jeder vor der ersten äußerlichen Anwendung die Verträglichkeit auf der Haut überprüfen.

Für eine standardisierte Wirkung ist die Verarbeitung und kontrollierte Herkunft maßgeblich. Reines Propolis und somit dessen Extrakt schwankt in seiner Qualität und Zusammensetzung, sodass eine zuverlässige Wirkung nicht gewährleistet werden kann. 2005 kam mit Propoflavin® ein Extrakt auf den Markt, dessen Herkunft geprüft, die Zusammensetzung der Wirkstoffe standardisiert und deren Bioverfügbarkeit durch ein patentiertes Verfahren optimiert ist.

"Sunlight on the back of a bee, Apis mellifera" by insectsunlocked is licensed under CC0 1.0.

Search