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Wie die Abwasserbehandlung seit der Wende die Wasserqualiät in der Ostsee verbessert hat

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Das waren die Gründe, warum sich die Wasserqualität seit der Wende verbessert hat

Umweltschutz ist erst seit wenigen Jahrzehnten ein Thema der breiten Masse. Einzelne Gruppen haben sich bereits früh Gedanken über die Schäden gemacht, die zum Beispiel die Einleitung von ungeklärtem Abwasser in Gewässer auf die Umwelt hat.

Während Demokratien recht schnell auf Missstände reagieren können, da der Bürger durch verschiedene Möglichkeiten seine Bedenken und Anliegen in die Regierungsebenen tragen kann (Initiativen, Demonstrationen, Gründung von Parteien, etc.) sind in undemokratischen Systemen, wie der DDR, die Einflussnahmen geringer.

Zudem waren die finanziellen Mittel der DDR aufgrund des planwirtschaftlichen Systems stark beschränkt. Gelder für moderne Abwasseranlagen waren nicht vorhanden. Und da auch die Notwendigkeit von Abwasserbehandlung nur unzureichend umgesetzt wurde, waren die Gewässer nach der Wende stark verschmutzt, während man in der Bundesrepublik bereits Gegenmaßnahmen, wie der Verunreinigung des Rheins, erfolgreich umgesetzt hatte.

Für die Verunreinigung der Ostsee (die auch heute noch verbessert werden kann) sind verschiedene Faktoren wichtig gewesen. Flüsse, wie die Oder, sind ein relevanter Zulauf in die Ostsee. Durch den Mangel an Kläranlagen konnten Abwässer ungereinigt bis in die Ostsee gelangen. Gerade in Küstennähe ein Problem, da dadurch die Fauna und Flora in Gefahr geriet. Aber auch aus touristischem Blickwinkel sind die Küsten der Ostsee eine wichtige Einnahmequelle für die Länder.

Nach der Wende wurden verschiedene Initiativen ins Leben gerufen und Verträge geschlossen. Diese haben dazu geführt, dass die Abwässer immer besser geklärt werden und somit der Verschmutzungsgrad der Ostsee abgenommen hat.

Ein weiterer Faktor neben dem Abwasser ist auch die Belastung durch die Schifffahrt. Schiffe werden in der Regel mit Schweröl betrieben, welches einen hohen Schwefelgehalt hat. Auch benutzen einige Schiffe, obwohl es illegal ist, die Meere, um verschiedene Schadstoffe vorsätzlich abzulassen.

Somit ist der Weg noch nicht zu Ende und es ist wichtig weiter an dem Ziel zu arbeiten, die Ostsee so sauber wie möglich zu halten.

Wie funktioniert Abwasserbehandlung?

Abwasserbehandlung ist der Prozess, bei dem aus verunreinigtem Abwasser Wasser wird, welches wieder in Flüsse abgeleitet werden kann. Dabei handelt es sich noch nicht um Trinkwasser. Dieses entsteht erst später durch den natürlichen Wasserkreislauf. Moderne Kläranlagen verwenden dabei ein mehrstufiges Verfahren, welches von grob nach fein geht. Zunächst werden mit verschiedenen mechanischen Methoden Fremdkörper aus dem Abwasser entfernt. Dabei werden grobe Gegenstände, wie Äste und Laub entfernt, aber auch kleine Glassplitter.

Die nachgelagerte Reinigung entfernt vor allem mit biologischen Methoden Schadstoffe. Dabei werden Bakterien und Pilze in Becken eingesetzt. Diese zersetzen die Schadstoffe. Als Ergebnis kommen relativ unschädliche Endprodukte heraus, die als Klärschlamm vom Wasser getrennt werden. Dieser Klärschlamm wird für weitere Verwendung entfernt.

Klärschlamm wurde früher für die Düngung von Äckern verwendet. Mittlerweile weiß man aber, dass auch dieser Klärschlamm Schadstoffe enthält, wenn auch nur in geringem Maße. Deshalb hat der Gesetzgeber dieser Verwendung einen Riegel vorgeschoben.

Klärschlamm wird nun in Müllverbrennungsanlagen oder in eigens entwickelten Kraftwerken verbrannt. Gerade bei der Monoklärschlammverbrennung können wertvolle Phosphate gewonnen werden, die als Restprodukt bei der Verbrennung abfallen. Phosphate werden vor allem für die Düngung im landwirtschaftlichen Sektor verwendet.

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