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Kinderfahrradhelme im Test - Worauf ist zu achten?

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Bei einer Fahrrad Tour sollte nicht nur der Spaß im Vordergrund stehen, denn auch die Sicherheit ist ausgesprochen wichtig. Ein Fahrradhelm schützt vor erntshaften Verletzungen des so empfindlichen Kopfes. Daher ist es sehr wichtig, unbedingt einen Helm zu tragen. Fahrradhelme gibt es für alle erdenklichen Fahrräder – ganz gleich ob für ein Mountainbike, Rennrad oder Fahrräder für Kinder.

Bei Fahrradhelmen ist die Auswahl der richtigen Größe ausschlaggebend, um einen optimalen Schutz bei Unfällen gewährleisten zu können. Fahrradhelme müssen exakt am Kopf des Radfahrers angepasst werden und dürfen keinesfalls zu klein oder zu groß sein.

Kinder Helme

Fahrradhelm Größen errechnen sich nach dem Kopfumfang der zu tragenden Person. Bei Fahrradhelm Größen gibt es allerdings auch nur ungefähre Richtwerte. Es empfiehlt sich, den Helm noch vor dem Kauf persönlich anzuprobieren. Die Helmgröße von Kindern wird in S und M gemessen. Größe S benötigen vermutlich Kinder mit einem Kopfumfang von 46-51 cm, Größe M entspricht einem Umfang von 51-57 cm. Die besten Kinderfahrradhelme hat ein ADAC Test gekürt. Im Bereich der Kinderhelme hat das Modell “Hero” der Firma Uvex den ADAC-Test aus dem Jahre 2019 mit dem Urteil “gut” abgeschlossen.

Jugend Helme

Testberichte bezeichnen das Modell Abus “Lane-U” als durchweg “gut” in fast allen Bereichen. Fahrradhelm Größen von Jugendlichen unterteilt man in S (49-55 cm) und M (53-58 cm).

Erwachsenen Helme

Bei Erwachsenen unterscheidet man folgende Fahrradhelm Größen: M bei einem Umfang von 52-57 cm, L bei einem Kopfumfang zwischen 57-62 cm, sowie XL, welches einem Umfang von 62-64 cm entspricht.

Die richtige Pflege der Kinderfahrradhelme 

 Zur Erhöhung der Lebensdauer eines Fahrradhelmes sollte man folgende Pflegehinweise stets beachten:

  1. Verwenden sie keine aggressiven Reinigungsmittel zum säubern der Schale, denn dies könnte Elemente des Helmes in der Fixierung beeinträchtigen. Nutzen Sie am besten einen nassen Schwamm.
  1. Lagern Sie ihren Helm nicht in der prallen Sonne. Der Kunstoff könnte sich unter Umständen verformen.
  1. Sobald ein Fahrradhelm durch einen Sturz oder Unfall in seiner Form verändert wurde sollte dieser sofort ersetzt werden, da dieser möglicherweise nicht mehr seine volle Schutzwirkung garantieren kann.

Unterschiedliche Kinderfahrradhelmtypen im Vergleich

Vorerst sollte man wissen, dass es drei Arten von Helmen gibt.

  1. Die am weitesten verbreiteten Helme sind Mikroschalen-Helme, welche einen dünnen Kunststoffüberzug haben und eine glatte Oberfläche für das Abgleiten vom Untergrund ermöglicht.
  1. Im extremem Radsport (Downhill) findet man die Hartschalten-Helme. Diese besitzen um den Schaumstoff noch einen einen Überzeug aus hartem Kunststoff und häufig einen Kinnbügel als Gesichtsschutz.
  1. Als dritte Helm Art gibt es die Weichschalen-Helme, welche vor allem als Kinderhelm verbreitet war. Durch die fehlende Härte des Helms, werden diese jedoch von Experten abgeraten, da die Gefahr eines Schleudertraumas deutlich höher als bei anderen Helmen ist. Kommen wir zur mechanischen Wirkungsweise eines Fahrradhelmes.

Die Primärfunktion eines Helmes ist die Erfüllung einer Knatuschzone, wie die eines Autos, welche beim Aufprall z.B. zwischen dem Boden und dem Kopf des Radfahrers sitzt.

Es nimmt durch Kompression oder Bruch Energie auf und vermindert dadurch die auf das Gehirn ausgeübte Beschleunigung. Somit wird die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs des Schädelknochens gemindert. 

Man sollte vor allem auf den richtigen Sitz des Helmes achten, da schon ein lockerer Sitz oder Verschieben des Helmes eine Schutzwirkung verschlechtern könnte. Moderne Helme sind jedoch durch viele Punkte am Kopf fixiert und mit flexiblen Elementen des Helmfutters so stabilisiert, dass ein lockerer Sitz fast ausgeschlossen ist.

Helmpflicht

Seit 2003 gibt es die Helmpflicht bei Radrennen, die damals von der UCI durchgesetzt wurde und das Ergebnis eines jahrelang anhaltenden Diskurses über Kopfschutz im Radsport gewesen ist. Und auch über die Verordnung einer Helmpflicht für den Straßenverkehr wird bis heute noch heftig debattiert. In Deutschland gibt es noch keine gesetzliche Regelung zum Tragen eines Fahrradhelms auf dem Fahrrad oder Mountainbike; es bleibt dem Fahrer selbst überlassen, ob er sich bei seiner Tour auf dem Rennrad oder MTB einen Helm auf den Kopf setzen möchte oder nicht. Aber die Meinungen zum Thema Fahrradhelmpflicht gehen weit auseinander und bieten eine Menge Zündstoff für hitzige Diskussionen.

Auf der einen Seite stehen die Befürworter, die auf den schlechten Zustand von Fahrradwegen aufmerksam machen und anhand verschiedener Testberichte die schützende und lebensrettende Funktion des Helmes hervorheben möchten. Auf der anderen Seite die liberalen Individualisten, die jedem selber das Recht überlassen möchten, ob ein Helm im Straßenverkehr getragen wird oder nicht. Wer oft mit dem Bike unterwegs ist, für den scheint die Anschaffung eines Helmes notwendig zu sein, denn ein Ausritt auf dem neuen Mountainbike von Cube mit Shimano Schaltung kann bei einem Sturz zur bösen Überraschung werden. Dann spielt es nämlich zuerst keine Rolle, ob man einen Fahrradhelm von Ked oder Uvex trägt, sondern ob man überhaupt einen Schutz auf dem Kopf hat. Und Fahrradhelme findet man neben Abus Schlössern in jedem gut sortierten Fahrradshop oder bei Einkaufscentern wie Zweirad Stadler.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Helm das Richtige ist, dann machen Sie den Test mit einer reifen Melone, die Sie zu Boden werfen. Zuerst mit Helm und danach ohne. Das Ergebnis spricht für sich und macht deutlich, wie wichtig ein Helm bei einem Sturz sein kann. Deshalb nicht nur einen Helm für die Kinder kaufen, sondern für die ganze Familie.

Prüfzeichen

Ist Ihr Fahrradhelm für „gut“ befunden worden und erfüllt es damit einschlägige Sicherheitsnormen?

Amtliche Prüfzeichen werden erst nach Zulassungsprüfung zugeteilt und unterzeichnen ganz klar die Sicherheit Ihres Helmes. Zunächst sollte ein Helm ein CE-Prüfzeichen haben. Nach DIN-Norm EN 1078 wird damit bestätigt, dass der Helm eine Baumusterprüfung erfolgreich bestanden hat. Beispielsweise wird hierbei geprüft ob der Helm rutschfest sitzt und ob Kopfpartien ausreichend geschützt werden. Dabei muss der Kinnriemen ebenfalls die Anforderungen erfüllen. Der Helm wird sogar mittels Prüfkopf mit festgelegtem Gewicht in festgelegter Höhe geschnallt, um zu erproben ob dieser einem Aufprallversuch standhalten kann.

Falls Ihr Helm mit einen TÜV-Zeichen der TÜV Product Service gekennzeichnet ist, bezeugt dies zusätzlich ein regelmäßigen Qualitätstest bei der Produktion.

Für den Kauf von Fahrradhelmen ist außerdem wertvoll, sich vom geschulten Verkaufspersonal in Fachgeschäften beraten zu lassen. In solchen Fachgeschäften finden sie in Gegensatz zu Discountern übrigens auch mehr Auswahl an Fahrradhelmen. Insbesondere passend zum Rennrad oder Mountainbike. Namhafte Hersteller wie Abus, Uvex, Ked, Shimano, Stadler oder Cube sind ebenso oft vertreten.

Durch Stiftungwarentest oder den ADAC-Test können Sie übrigens zahlreiche Testberichte nachlesen. Dementsprechend hat der Testbericht der ADAC 2019 gezeigt, dass sich derzeit für 10 Euro kein Helm zum Kauf in Hinblick auf Sicherheit wirklich lohnt.

Prüfzeichen für Fahrradhelme sind Pflicht in Deutschland. Das gilt nicht nur für Discounterprodukte oder lediglich für MTB-Helme. Auch bei Markenprodukten gilt: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“. Achten Sie daher beim Kauf Ihres Helmes für Ihr Kind oder sich auf die anerkannten Prüfzeichen, um eine sichere Fahrrad-Tour zu gewährleisten.

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