Stadtleben

Stadtleben

Rostock Geschichte - Vom 11. bis zum 19. Jahrundert

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Im 11. Jahrhundert gründeten polabische Slawen eine Siedlung am Fluss Warnow namens Roztoc (* ras-tokŭ, slawisch für "Flussgabel"); der Name Rostock leitet sich von dieser Bezeichnung ab.
Der dänische König Valdemar I. setzte die Stadt 1161 in Brand. Danach wurde der Ort von deutschen Händlern besiedelt. Anfangs gab es drei getrennte Städte:

  1. Altstadt rund um den Alten Markt mit der Petrikirche
  2. Mittelstadt rund um den Neuen Markt mit der Marienkirche
  3. Neustadt am Hopfenmarkt mit der nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Jakobikirche



Im Jahr 1218 erhielt Rostock von Heinrich Borwin, Prinz von Mecklenburg, das Lübecker Stadtrecht.

Die Universität Rostock, die älteste Universität in Kontinentaleuropa und im Ostseeraum, wurde 1419 gegründet.

Während der ersten Teilung Mecklenburgs nach dem Tod Heinrich Borwins II. Von Mecklenburg im Jahr 1226 wurde Rostock Sitz der fast ein Jahrhundert überlebenden Herrschaft Rostock. 1251 wurde die Stadt Mitglied des Hansebundes. Im 14. Jahrhundert war es eine mächtige Seehafenstadt mit 12.000 Einwohnern und die größte Stadt Mecklenburgs. Schiffe für die Fahrt durch die Ostsee wurden in Rostock gebaut. Das ehemals eigenständige Fischerdorf Warnemünde an der Ostsee wurde 1323 Teil von Rostock, um den Zugang der Stadt zum Meer zu sichern.
1419 wurde die Universität Rostock gegründet, die älteste Universität in Kontinentaleuropa und im Ostseeraum.

15. bis 18. Jahrhundert - Rostock im 17. Jahrhundert

Ende des 15. Jahrhunderts gelang es den Herzögen von Mecklenburg, ihre Herrschaft über die Stadt Rostock durchzusetzen, die bis dahin nur nominell ihrer Herrschaft unterlag und im Wesentlichen unabhängig war. Sie nutzten einen Aufstand namens Domfehde aus, ein gescheiterter Aufstand der verarmten Bevölkerung. Spätere Auseinandersetzungen mit den Herzögen und anhaltende Plünderungen führten letztendlich zum Verlust der wirtschaftlichen und politischen Macht der Stadt.

1565 kam es zu weiteren Zusammenstößen mit Schwerin, die weitreichende Folgen hatten. Der Adel führte unter anderem eine Biersteuer ein, die die Herzöge bevorzugte. Johannes Albert I. rückte mit 500 Reitern in der Stadt vor, nachdem Rostock sich geweigert hatte, den formellen Treueid zu leisten, und die Stadtmauer abgerissen (beschmutzt) hatte, um eine Festung bauen zu lassen. Der Konflikt endete erst mit dem ersten Rostocker Erbvertrag vom 21. September 1573, in dem den Landesfürsten jahrhundertelang die Erbherrschaft über die Stadt garantiert und diese als oberste Justizbehörde anerkannt wurde; das band Rostock lange Zeit. Die Bürger haben die Festung im folgenden Frühjahr zerstört (oder beschmutzt).

Von 1575 bis 1577 wurden die Stadtmauern sowie der Lagebuschturm und das Steintor im niederländischen Renaissancestil umgebaut. Die Inschrift befindet sich in der Concordia et Publica Felicitas ("Sie befinden sich in einem Zustand der Harmonie und des Glücks"), ist noch auf dem Tor zu lesen und bezieht sich direkt auf den Konflikt mit dem Herzog. Im Jahr 1584 wurde das Zweite Rostocker Erbschaftsabkommen durchgesetzt, was zu einem weiteren Verlust ehemaliger kommunaler Steuerprivilegien führte. Gleichzeitig wurde mit diesen Erbverträgen Rostocks Bestreben nach imperialer Unmittelbarkeit, wie es Lübeck 1226 getan hatte, gerecht.
Die strategische Lage von Rostock erregte den Neid seiner Rivalen. Dänen und Schweden besetzten die Stadt zweimal, zuerst während des Dreißigjährigen Krieges (1618–48) und erneut von 1700 bis 1721. Später im frühen 19. Jahrhundert besetzten die Franzosen unter Napoleon die Stadt für etwa ein Jahrzehnt bis 1813. Im nahen Lübeck-Ratekau ergab sich der in Rostock geborene Gebhard Leberecht von Blücher, einer der wenigen Generäle, die nach der Niederlage in der Schlacht bei Jena kämpften, 1806 den Franzosen Schlacht um Lübeck, in der er einen Teil der Kavallerie-Angriffe selbst leitete. Zum Zeitpunkt der Kapitulation hatten die erschöpften Preußen weder Essen noch Munition.

Das 19. Jahrhundert

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewann Rostock einen großen Teil seiner wirtschaftlichen Bedeutung zurück, zunächst durch den Weizenhandel, ab den 1850er Jahren durch die Industrie, insbesondere durch die Werften. Hier wurden die ersten Propellerdampfer in Deutschland gebaut.
Die Stadt wuchs an Fläche und Bevölkerung, und im Süden und Westen der alten Stadtgrenzen entstanden neue Stadtviertel. Zwei bemerkenswerte Entwicklungen wurden hinzugefügt, um die wachsende Bevölkerung um 1900 unterzubringen.

Die wichtigsten Denkmäler aus Rostock aus dieser Zeit

Denkmäler und Sehenswürdigkeiten

Das Rathaus von Rostock aus der Zivilarchitekturen. Das Rostocker Rathaus (nähe Rostock Hauptbahnhof), ist ein gotisches Bauwerk aus dem 13. bis 14. Jahrhundert, das 1727 eine zweite Barockfassade erhielt.Hierbei handelt es sich um ein Fünfgiebelhaus.

Das Kröpeliner Tor, auch Kühtor, ist das älteste Gebäude in Rostock. Hierbei handelt es sich um das bekannte Steintor.

Marienkirche, die im 13. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut wurde und eine alte astronomische Uhr bewahrt.

Nikolaikirche, die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Petrikirche wurde erst 1994 endgültig wieder aufgebaut.

Search