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Wie eine gute Markenberatung alte ostdeutsche Produkte attraktiver werden lässt

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Im Bereich Marketing geht es immer um Image und Emotion. Wie sonst lässt sich erklären, warum einige Produkte deutlich teurer sind als andere, obwohl sie nicht so viel mehr bieten. Ein solches Image-Problem hatten früher Erzeugnisse, die in der DDR hergestellt wurden. Viele Betriebe gingen ohnehin pleite nach der Wende. Die wenigen, die erhalten geblieben sind, schafften es mit einer guten Markenberatung zum Erfolg. Wir zeigen, wie das ging und warum Ost-Produkte heute anders wahrgenommen wurden als früher.

Ostdeutsche Marken – die Zeit nach der Wende

Japanische Autos galten in den 1980-er Jahren als minderwertig und Fehleranfällig. Solche Eindrücke prägen ganze Generationen. Sie führen zu gesellschaftlich weit verbreiteten Pauschalisierungen.

Nach der Wende 1990 erging es dem Osten so. Alles aus dem Osten galt einfach als schlecht. Ob das stimmte oder nicht, egal. Dieses Image von Rückständigkeit wurde einfach auf alle Produkte übertragen. Mit einer solchen Ausgangsbasis war es nicht leicht als Unternehmen am Markt zu bestehen.

Wie Ost-Marken doch noch zum Erfolg wurden

Zeit heilt nicht nur alle Wunden, sondern sie löscht auch das Gedächtnis. Im Laufe der folgenden Jahre wurden Kinder geboren, die im geeinten Deutschland aufwuchsen. Für sie gab es diesen Unterschied zwischen Ost und West in dem Sinne nicht. Daher schwand die vorherrschende, negative Wahrnehmung von Ost-Marken dahin und normalisierte sich.

Zudem unterzogen sich zahlreiche Anbieter einer cleveren Markenberatung und veränderten ihre Strategie. Häufig führte der Erfolg übers Ausland zum Ziel. Innerhalb der Republik waren Ostprodukte negativ belegt. Im Ausland gab es diese Unterscheidung nicht. Dort kannte man nur „Made in Germany“ und dieser Aufdruck hatte hohen Stellenwert. Somit konnten sich auch die Ost-Firmen das Image von Präzision, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Ausland zunutze machen.

Des Weiteren war es so, dass die Ost-Bürger sich in ihren Einkommen dem Westen immer mehr anglichen. Sie wiederum hegten nostalgische Gefühle für DDR-Marken und kauften sie nun fleißig. Solche Umsätze sorgten für stabile Geschäfte.

All diese Faktoren führten dazu, dass sich die Identität, das Image und die Wahrnehmung von Erzeugnissen aus dem Osten drastisch verbesserte. Negative Klischees aus der Wendezeit sind längst positiven Assoziationen gewichen. Heutzutage ist es auch im Westen völlig normal solche Waren zu kaufen. Vor allem ist es auch so, dass junge Leute gar nicht wissen, wo das eine oder andere Erzeugnis herkommt. Und wenn sie es wüssten, dann wäre es ihnen vollkommen egal.

So ändern sich die Zeiten. Positive Beispiele aus diesem Bereich sind insbesondere der Rotkäppchen Sekt oder Hasseröder Pilsener. Diese Marken kennt heute jeder und sie werden in den Augen der meisten Konsumenten als hochwertige Erzeugnisse angesehen. Mit dem richtigen Marketing ist also fast alles möglich.

Allerdings möchten wir betonen, dass nicht nur Brauereien Erfolge feiern konnten. Jenoptik ist eine High-Tech Firma, die ihren Ursprung im Osten hat. Ebenso die Porzellan Werke in Meißen.

Weltweit bekannt ist auch die Uhrenmarke „Glashütte“ von der Firma Lange und Söhne. Sie haben aus dem ehemaligen VEB Kombinat ein Unternehmen geformt, deren Kunden irrsinnige Beträge für eine Uhr ausgeben. Allerdings ist Image nicht alles. In Fachkreisen weiß man, dass Glashütte-Uhren von herausragender Qualität sind und ihren stolzen Preis durchaus zu Recht tragen.

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