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Gutes Personal ist schwer zu finden. Unternehmen leiden immer mehr an mangelnden Fachkräften und es fehlt an ausreichend Nachwuchs. Grund dafür ist der demografische Wandel. Für 10 Mitarbeiter, die in Rente gehen, kommen ungefähr nur 6 junge Leute nach. In diesem Umfeld floriert das Geschäft von Headhuntern und Personalberatern. Sie haben sich darauf spezialisiert für Unternehmen Kandidaten zu finden für Jobs, die besonders schwer zu besetzen sind. Im Falle des Erfolgs erhalten sie eine Provision. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen und zeigen auf, mit welchen Kosten zu rechnen sind. Erklärt wird das an einem Fallbeispiel für eine hohe Position im Vertrieb.

Was macht ein Headhunter eigentlich?

In Unternehmen gibt es viele Jobs, die sind wie von der Stange. Dort reicht es aus durchschnittliche Mitarbeiter auf offene Stellen zu setzen. Solche Bewerbungen flattern auf Ausschreibungen oder Annoncen in der Social Media von ganz alleine ein.

Bei wichtigen Stellen funktioniert das jedoch nicht so gut. Eine Führungskraft oder eine spezielle Fachkraft ist schwer zu akquirieren. Für solche Leute werden Headhunter aktiviert. Headhunter ist nur der Anglizismus für Person die in der Branche der Personalberatung tätig ist.

Personalberater unterhalten in der Regel informelle Netzwerke. Darin agieren Manager und Führungskräfte aller Art. Anders als im Fußball, wo es Liga 1, Liga 2, Liga 3 usw. gibt, wissen Außenstehende nicht, wer von diesen Leuten wirklich gut ist und wer nicht. Ein Personalberater jedoch kennt sie, denn besondere Leistungen sprechen sich unabhängig vom Unternehmen herum. Die Headhunter treten dann ganz diskret an die Kandidaten heran. Sie führen Vorgespräche und finden heraus, ob die Betroffenen für einen neuen Job überhaupt offen sind. Ist das der Fall, wird ein Wechsel eingefädelt.

Mit diesem Wissen im Hintergrund kann eine Personalberatung Unternehmen deutlich bessere Kandidaten liefern. Hier geht es nämlich darum gute Leute abzuwerben, die eigentlich zufrieden sind mit ihrem Leben. Bei Stellenausschreibungen dagegen werden eher noch Leute aktiv, die bereits den Wunsch haben zu wechseln. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sind darunter Bewerber, die bei ihrem Arbeitgeber mangels Leistung nicht mehr erwünscht sind. Wer auf Headhunting setzt, der wird sich solche Exemplare gar nicht erst ins Haus holen.

Fallbeispiel: Kosten für Personalvermittlung im Vertrieb

Der Vertrieb ist eine essenzielle Schaltstelle in einem jeden Unternehmen. Er kann über Wohl und Wehe der Firma entscheiden. Top Manager aus diesem Bereich sind ein begehrtes Gut und verdienen gigantische Gehälter. Vermutlich werden es zwischen 100.000 – 200.000 Euro pro Jahr sein. Je nach Firmengröße auch mehr.

Wer für eine derartige Stelle eine Personalberatung mit Headhunter Vertrieb engagiert, der sollte davon ausgehen, dass die Kosten bei ungefähr 25%-33% vom jährlichen Gehalt liegen. Im obigen Fall wären das 25.000 – 66.000 Euro. Eine stolze Summe. Sollte der Kandidat innerhalb einer kurzen Frist kündigen oder entlassen werden, dann werden Teile davon wieder erstattet. Damit sichern sich die Auftraggeber davor ab, dass ihnen vom Personalvermittler ein schlechter Bewerber untergejubelt wird. Das heißt, die Vermittler sind äußerst bestrebt gute Qualität zu liefern und dürfen keine „nach mir die Sintflut“ Einstellung pflegen. Ansonsten würden sie ihr Geld verlieren und zugleich ihren Ruf ruinieren.

Bezüglich der Kosten sollte noch erwähnt werden, dass manche Personalvermittler für einen Auftrag eine Mindesthöhe an Provision festlegen. Beispielsweise 30.000, 40.000 oder 50.000 Euro. In diesem Fall greift dann immer die jeweils höhere Summe. Entweder der Mindestbetrag oder der prozentuale Anteil am Gehalt.

Immense Beträge sind das. Doch für Kunden lohnen sie die hohen Honorare dennoch. Eine gute Führungskraft schafft binnen kurzer Zeit einen deutlichen Mehrwert, der die Ausgaben bei Weitem übersteigt.