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21.02.2017 - 11:15 | Stadtmitte | Über Rostock > Stadtgeschichte  > Der erste Karl-Koppmann-Preis wird verliehen

Forschen und publizieren

Der Verein für Rostocker Geschichte vergibt am 1. März zum ersten Mal den Karl-Koppmann-Ehrenpreis. Aber wer war Karl Koppmann?

Es ist noch nicht so lange her, dass aus dem Bedürfnis, sich für Geschichte zu interessieren, auch eine Wissenschaft gegründet wurde. Mit der Idee, die Welt exakt vermessen zu wollen, entstand Anfang des 19. Jahrhunderts auch der Anspruch, diese Vermessung auch auf die eigene Geschichte auszuweiten. Heinrich Schliemann (1822-1890) machte sich aus Neubukow auf in die Türkei, um das sagenhafte Troja auszugraben. Der Hamburger Historiker Karl Koppmann (1839-1905) blieb dagegen seiner norddeutschen Heimat treu. 1884 wurde er Stadtarchivar von Rostock. Unter anderem begründete er die Schriftenreihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock“, die in den Gespräche der hiesigen Historiker nur mit „die BGR“ bezeichnet werden. Wenn ein Werk eine solche Abkürzung erfährt, dann ist das ein Ritterschlag – vor allem dann, wenn die Reihe auch nach dem Tod ihres Begründers fortgeschrieben wird: Der erste Band erschien im Jahre 1890. Nach einer Unterbrechung von mehreren Jahrzehnten wird die „BGR“ seit 1999 wieder herausgegeben. Der aktuelle Band mit der Nummer 33 ist im Hinstorff-Verlag erschienen.

„Karl Koppmann hat also nicht nur geforscht“, sagt Restaurator Jörg Schröder. „Er hat auch erkannt, dass es wichtig ist, diese Forschungsarbeiten zu publizieren und einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ Der Vorsitzende des Vereines für Rostocker Geschichte verweist damit auf die neueste Initiative: Am 1. März wird zum ersten Mal der „Karl-Koppmann-Ehrenpreis“ verliehen.mit dem herausragende Leistungen um den Erforschung und der Bekanntmachung von stadthistorischen Überlieferungen gewürdigt werden sollen.
Der oder die erste Preisträger(in) steht bereits fest. Doch über den Namen wird die Jury bis zur der öffentlichen Veranstaltung am 1. März im Max-Samuel-Haus schweigen. Viel zu „holen“ ist mit dem Karl-Koppmann-Ehrenpreis jedoch nicht: Ein Buch, ein Strauß, ein 100-Euro-Gutschein – so sieht der derzeitige Vorstandsbeschluss die „Dotierung“ des Preises. „Wir wollen mit dem Preis einerseits auf Karl Koppmann aufmerksam machen“, erläutert Jörg Schröder. „Und wir wollen die würdigen, die sich um die Erforschung der Rostocker Geschichte verdient gemacht haben. Sie stehen viel zu sehr im Hintergrund.“ Deshalb soll die Verleihung des Preises auch keinem bestimmten Rhythmus folgen, er soll dann vergeben werden, wenn es eine Leistung auf dem Gebiet der lokalen Geschichtsforschung verdient, gewürdigt zu werden.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 1. März um 16.30 Uhr im Max-Samuel-Haus am Schillerplatz statt.

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