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28.01.2017 - 17:25 | Stadtmitte | Stadtpolitik  > Fuhrpark ergänzt durch Carsharing

Stadtverwaltung teilt sich Autos

Anlässlich der Übergabe eines neuen Carsharing-Stellplatzes am Haus des Bauens und der Umwelt am Holbeinplatz informierten Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus und Greenwheels-Geschäftsführer Andrew Berkhout am Freitag über die neue Kooperation zwischen der Stadtverwaltung und dem Carsharing-Unternehmen.

Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus erläutert, wie es zu der Kooperation kam: „In unserem Fahrzeugpool kam es im Sommer zunehmend zu Engpässen. So standen wir vor der Entscheidung, einen zusätzlichen PKW zu leasen. Schließlich haben wir uns fürs Carsharing – also Auto teilen – entschlossen, Greenwheels einen Stellplatz auf unserem Hof angeboten und eine Nutzungsvereinbarung abgeschlossen.“ Das Fahrzeug werde nur gebucht, wenn die anderen Fahrzeuge des Pools unterwegs sind. Die Stadtverwaltung zahlt keine Grundgebühr sondern nur,  wenn sie das Auto auch tatsächlich nutzt.

Für Greenwheels-Geschäftsführer Andrew Berkhout ist Rostock ein interessanter Standort. „Inzwischen ist das Angebot in Rostock auf 13 Fahrzeuge gewachsen und wir wollen in den kommenden Jahren noch weiter expandieren. Allein im vergangenen Jahr sind fünf neue Fahrzeuge dazu gekommen. Ich freue mich besonders über die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Senator Matthäus hat unser Anliegen von Anfang an unterstützt. “

Mobilitätskoordinator Steffen Nozon ist froh, dass die Nutzung in einem Pilotversuch durch das Amt für Verkehrsanlagen getestet wird. Im Vergleich zum Leasing eines Autos könnte die Stadt jährlich 2000 Euro sparen. „Da die privaten Kunden die Carsharing-Autos eher abends und an Wochenenden nutzen, erhöhen wir als Verwaltung tagsüber die Auslastung der Autos. Und das könnte auch eine Blaupause für andere Standorte der Stadtverwaltung, Dienstleister und Firmen sein, gerade für Start-Up-Unternehmen und in Technologieparks.“

Beim Carsharing kann man im Vergleich zum Privatbesitz eines Autos richtig Geld sparen, vorausgesetzt man fährt nicht mehr als 10 000 Kilometer im Jahr. Nutzer sparen viel Zeit, da sie sich nicht um Reparaturen, Versicherung und Pflege kümmern müssen und zumeist nur zahlen, wenn das Fahrzeug tatsächlich genutzt wird. Neben dem stationären Carsharing wie es in Rostock angeboten wird, gibt es in Metropolen auch flexibles Carsharing, wo viele Autos auf Straßen abgestellt den Nutzern zur Verfügung stehen.

Carsharing in Rostock:

Greenwheels
Der Carsharing-Pionier und Marktführer in den Niederlanden ist seit 2005 in Deutschland und nun mit 350 Fahrzeugen in 21 deutschen Städten vertreten. In Rostock erhalten Nutzerinnen und Nutzer eines VVW-Monatskarten-Abonnements eine einmalige Fahrtgutschrift bei Greenwheels. Weitere Information, Anmeldung und Buchung unter www.greenwheels.com/de

Flinkster
Flinkster ist das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn-Tochter DB Rent und mit 1700 Stationen in 300 Städten vertreten. Durch die Partnerkooperation mit car2go ist mit über 7000 Fahrzeugen der größte deutsche Carsharing-Anbieter entstanden. Weitere Information, Anmeldung und Buchung unter www.flinkster.de

YourCar
YourCar ist ein junges Car Sharing-Unternehmen aus Göttingen, welches sich 2017 auch in Rostock etablieren will. Weitere Information, Anmeldung und Buchung unter
www.carsharing-rostock.de

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