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23.02.2017 - 19:56 | Stadtmitte | Stadtpolitik > Bürgerinitiativen  > Einladung an die Bürger zur Mitarbeit

Kulturrat Rostock schickt Ralph Kirsten nach Schwerin

Am gestrigen Mittwoch wurde der Rostocker Kulturrat gegründet. Als erste Amtshandlung schickte er Ralph Kirsten auf Kulturmission nach Schwerin.

Die Einladung war diesmal von der Politik ausgegangen: Die neue Kulturministerin Birgit Hesse will den Landeskulturrat stärken und als dauerndes Beratungsgremium etablieren. Dazu sollen die acht Landkreise und kreisfreien Städte je einen Delegierten bestimmen, der dann nach Schwerin berufen wird. Der dafür gestern neu gegründete 12-köpfige Rostocker Kulturrat hat den Kulturmanager Ralph Kirsten entsandt – einstimmig. Seine Stellvertreter sind Klaus Blaudzun vom Institut für neue Medien und Schauspieldirektor Ralph Reichel.

Für Ralph Kirsten ist es zunächst wichtig, die kulturellen Interessen der Stadt Rostock in der Landeshauptstadt Schwerin zu vertreten. „Rostock hat als die größte Stadt des Bundeslandes andere und durchaus größere Interessen als Schwerin, das Flächenland oder die anderen Städte“, erläutert er. „Hier herrscht in den Bereichen der Kunst und Kreativwirtschaft eine größere Dynamik. Das muss sich auch in der Arbeit des Landeskulturrates widerspiegeln.“

Außerdem will Ralph Kirsten in den kommenden fünf Jahren die Zusammenarbeit zwischen den Kulturszenen der acht Landkreise fördern. Da gäbe es zu wenig Austausch. Zum dritten sieht er seine Aufgabe darin, mit dem Kulturrat in der Stadt selbst für Kultur und Kunst einzutreten. „Derzeit müssen wir nicht um städtische Fördermittel kämpfen“, erläutert Ralph Kirsten. „Einerseits herrscht in der städtischen Kulturpolitik zu wenig Transparenz: Niemand weiß, wie die Entscheidung gegen den Bau des Kulturhistorischen Museums in der Societät maritim oder die Entscheidung für den Neubau des Depots der Kunsthalle zustande gekommen sind. Andererseits vertreten wir zu wenig die strategische Ziele der Kulturentwicklung in der Stadt – es geht viel zu oft um große Einzelprojekte.“

Die Kulturschaffenden des Landkreises Rostock müssen noch darüber entscheiden, ob sie sich am Rostocker Kulturrat beteiligen wollen oder ob sie ein eigenes Gremium gründen, das ihren Delegierten nach Schwerin entsendet.

Der Rostocker Kulturrat hat sich in einer lockeren Form als Verein gegründet, der jedoch nicht eingetragen wird. Das bedeutet auch, dass jeder, der Interesse daran hat, an der Kulturentwicklung der Stadt mitzuarbeiten, herzlich eingeladen ist.

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