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09.01.2017 - 15:26 | Stadtmitte | Stadtleben > Gericht  > Staatsanwaltschaft ermittelt

Vermisstenfall hat Nachspiel

Die am 2. Januar verschwundene 21-jährige Rostockerin ist zwar seit dem vergangenen Sonnabend wieder da. Doch die Umstände ihres Verschwindens und was vom 2. bis 7. Januar mit ihr geschah, das untersucht jetzt die Rostocker Staatsanwaltschaft.

Die 21-Jährige hatte am 2. Januar die Wohnung ihrer Bekannten in Toitenwinkel verlassen. Danach fehlte jede Spur von ihr. Sie wurde als vermisst gemeldet. Erst am Sonnabend teilte die Polizei mit, dass sie wieder da sei und bedankte sich bei der Bevölkerung für die Unterstützung bei der Suche nach der jungen Frau. Sie war wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückgekehrt. Doch damit ist offensichtlich die Abwesenheit von Maria I. noch nicht hinreichend geklärt. Viele Fragen sind offen. Inzwischen versucht die Staatsanwaltschaft Rostock Antworten zu finden.

Heute meldet die Staatsanwaltschaft, dass nach bisherigem Ermittlungsstand und nach den Angaben der jungen Frau „ein Anfangsverdacht der Körperverletzung und der Freiheitsberaubung gegen eine unbekannte Person“ besteht. Danach sei Maria I. am Abend des 2. Januar „plötzlich und unerwartet durch eine unbekannte Person im Gesicht verletzt worden“. Wie sich später herausstellte, erlitt sie eine Fraktur des Augenhöhlenbodens. Indikatoren für ein Sexualdelikt gibt es nach Auskunft der Staatsanwaltschaft aber nicht.

„Die Ermittlungen sollen auch Aufschluss über den Verbleib der Frau erbringen“, erklärt Harald Novack, der Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft. Er hält sich mit dem Verweis auf die laufenden Ermittlungen sehr bedeckt. Wo sich die Frau mehrere Tage lang aufgehalten hat,  ob sie verschleppt und gegen ihren Willen festgehalten wurde, dazu wollte sich der Staatsanwalt mit dem Hinweis auf mögliche Zeugen oder Täter nicht äußern. So bleibt bis zum Abschluss der Ermittlungen auch offen, ob die 21-Jährige bei dem Überfall betäubt wurde, so dass sie möglicherweise zu den Vorkommnissen in den Abendstunden des 2. Januar und den Tagen danach wenig Erhellendes beitragen kann.

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