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13.01.2017 - 12:51 | Stadtmitte | Stadtleben > Gericht  > Haftbefehl erlassen

Maria I. kennt ihren Peiniger

Das Amtsgericht Rostock hat heute Haftbefehl gegen einen 31-jährigen Rostocker vollstrecken lassen. Ihm wird vorgeworfen, die 21-jährige Maria I. schwer verletzt und mehrere Tage lang gewaltsam in seiner Wohnung festgehalten zu haben.

Nach bisherigen Ermittlungen, insbesondere der Auswertung der in der Wohnung des Mannes sichergestellten Spuren und der Aussage des Opfers, besteht gegen ihn der dringende Verdacht, dass er die 21-jährige Rostockerin vom 2. bis 7. Januar gegen ihren Willen unter Anwendung bzw. Androhung weiterer Gewalt in seiner Wohnung festgehalten hat. „Der genaue Tathergang ist noch Gegenstand der Ermittlungen“, sagt Harald Nowack, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die 21-Jährige war am 2. Januar verschwunden und Tage später von der Polizei als vermisst gemeldet worden. Mit Hilfe der Bevölkerung wurde nach der jungen Frau gesucht. Am 7. Januar ist Maria I. schwer verletzt in der Langen Straße wieder aufgetaucht. Sie hatte während ihrer Abwesenheit eine Fraktur des Augenhöhlenbodens erlitten, die operiert werden musste. Erst gestern war die junge Frau vernehmungsfähig. Dabei stellte sich heraus, dass sie den 31-Jährigen kennt. „Sie waren aber kein Paar“, weiß Staatsanwalt Harald Nowack. Eine Beziehungstat hält er darum nicht für wahrscheinlich. Der 31-jährige Rostocker hat sich bisher noch nicht geäußert.

Der Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung wird mit sechs Monaten oder bis zu zehn Jahren bestraft. Für die Freiheitsberaubung sieht das Gesetz einen Strafrahmen von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Die weiteren Ermittlungen dauern an. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft betont aber, dass im Fall des 31-Jährigen für ihn weiterhin die Unschuldsvermutung gilt. Vorstrafen habe der Mann bisher nicht.

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