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01.08.2016 - 14:45 | Warnemünde | Stadtleben > Bildung Stadtleben  > 26 Azubis starten im Hotel Neptun

Angekommen im starken Team

In und um Rostock sind derzeit mehr als 1100 Lehrstellen noch nicht besetzt. 26 Azubis begannen heute im Hotel Neptun ihre Ausbildung in sechs gastronomischen Berufen und als Dual-Studenten.

Mittags stand zur Begrüßung der 26 jungen Leute, die sich für eine Berufsausbildung im Hotel Neptun entschieden hatten, ein leckeres italienisches Büffet bereit und dazu ein Willkommensgeschenk. „Sonst essen wir in der Kantine, aber das Essen dort ist genauso frisch“, versichert ihnen Generalmanager Guido Zöllick. Auch für ihn ist der heutige Tag etwas Besonderes: „Vor 30 Jahren habe ich hier im Neptun meine Ausbildung begonnen.“ In 30 Jahren, so macht er den Neulinge Mut, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen, „können Sie an meiner Stelle stehen“. Es bereite „unheimlich viel Freude, als Dienstleister Menschen etwas Gutes zu tun“, gibt Guido Zöllick seine Erfahrung mit dem Beruf weiter. Das Neptun sei seit 1971 für die Qualität der Dienstleistung bekannt. Dieser Dienstleistungsgedanke werden in dem exklusiven Haus von den fast 300 Mitarbeitern mit Leben erfüllt und den Azubis auch vorgelebt. „Sie haben sich für einen tollen Beruf entschieden“, weiß der in Rostock beheimatete Generalmanager schon seit 1986.

Voraussetzung für die Ausbildung im Fünf-Sterne-Haus ist ein Praktikum in einem Hotel oder der Gastronomie.“Wer bei uns Praktikant war, hat das Betriebs- und Arbeitsklima erlebt und wir haben gesehen, ob er oder sie zu uns passt“, beschreibt Juliane Gorski den Nutzen der Praktika für beide Seiten. Die Leiterin der Aus- und Weiterbildung im Hotel ist froh, dass bis auf zwei Plätze bei der Hotelfachleuten, alle anderen für die Berufe Sport- und Fitnesskaufmann, Hotel- oder Restaurantfachmann, Fachkraft im Gastgewerbe, Konditor, Koch oder Bachelor of Arts im Tourismus besetzt sind. In diesem Jahr haben sich allerdings keine Abiturienten beworben. Auf jeden Ausbildungsplatz kamen dennoch drei bis vier junge Leute. Die Neuen „können sich anpassen und sind menschlich-sozial gut drauf“, bescheinigt ihnen Juliane Gorski.

Die neuen Azubis kommen aus Mecklenburg-Vorpommern, Bayern oder stammen aus Thailand wie der 20-jährige Komnath Chaisurin, der inzwischen in Rostock wohnt. Er begann als Praktikant in der Neptun-Küche, arbeitete anschließend als Aushilfe im Service und entschied sich danach für eine Ausbildung zum Koch. Zu dieser Entscheidung hat sicherlich auch seine Schwester beigetragen, die gerade ihr drittes Lehrjahr im Neptun begonnen hat. „Viele Bewerber kommen, weil sie Positives über die Ausbildung im Familien- und Bekanntenkreis gehört haben“, weiß Juliane Gorski.

Zu den Neuen gehört auch die 23-jährige Monika Satzinger aus Bayern. Sie möchte nach einer Lehre zur Bäckerei-Fachverkäuferin nun im Neptun Konditorin werden. Der groß gewachsene 16-jährige Toni Schumann aus Plau am See strebt eine Laufbahn als Profi-Handballer an. Deshalb wird er Teilzeit-Azubi bei den Sport- und Fitnesskaufleuten im Spa des Neptun, damit er weiterhin beim HC Empor intensiv trainieren und spielen kann.

Das Hotel Neptun hat – wie andere Hotels mit eigener Marketinabteilung – kaum Probleme, passende Lehrlinge zu finden. Nicht so einfach ist es dagegen für weniger namhafte Hotels und Restaurants. Derzeit sind in und um Rostock noch mehr als 1100 Lehrstellen unbesetzt, fast ein Drittel davon sind noch in der Gastronomie frei. In Mecklenburg-Vorpommern sind insgesamt 4900 Lehrstellen offen, viele davon im Handwerk. Im September/Oktober erwartet Juliane Gorski Bewerbungen von Studienabbrechern oder Abiturienten, die keinen Studienplatz erhalten haben. Dann werden wohl auch die zwei offenen Lehrstellen für Hotelfachleute besetzt werden können.

Derzeit arbeiten 80 Azubis im Fünf-Sterne-Hotel, das zum neunten Mal in Folge von der Industrie- und Handelskammer zu Rostock mit dem Titel „Top-Ausbildungsbetrieb“ geehrt worden ist. Seit 1971 erwarben hier rund 2000 junge Leute ihren Berufsabschluss. Generalmanager Guido Zöllik stellt den Neuen nicht nur die Teilnahme an internationalen Berufswettbewerben in Aussicht, er verweist auch auf die vielen Einsatzmöglichkeiten im Hotel mit 338 Zimmern, das mit vier Restaurants, einem Cafe und drei Bars und dem großen Wellnessbereich  cirka 600 Gäste betreuen kann. „Sie bekommen eine breit gefächerte Ausbildung, haben die Chance, unterschiedliche Systematiken zu lernen und können somit mehr als den Standard kennenlernen.“ In der vorigen Woche sind 16 Berufsanfänger verabschiedet worden. Zehn von ihnen wurden übernommen, einige haben sich für andere Einsatzmöglichkeiten entschieden.

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