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15.01.2016 - 08:24 | Stadtmitte | Kultur > Musik  > Syrisches Orchester in der Nikolaikirche

Syrische Musiker spielen die Neunte

Die Hansestadt Rostock ist am 29. Januar Gastspielort für das Exil-Orchester Syrian Expat Philharmonic Orchestra (SEPO). Die Sopranistin Barbara Krieger und der Dirigent Julien Salemkour wurden gestern im Rathaus empfangen.

Die Mitglieder des Philharmonie-Orchesters syrischer Auswanderer wollen versuchen, außerhalb ihres Landes ein Stück ihrer Kultur zu retten. Sie sind Flüchtlinge und Auswanderer, die aus ganz verschiedenen Orten in Europa zum Musizieren zusammen kommen und am 22. September 2015 in Bremen ihr Konzertdebüt gegeben haben. Kontrabassist Raed Jazbeh, der im Jahr 2013 vor den Folgen des Bürgerkriegs nach Bremen geflüchtet war, brachte Musikerinnen und Musiker aus seiner Heimat vor allem über das soziale Netzwerk Facebook zusammen. Mit gemeinsamen Konzerten wollen sie ein Zeichen für Völkerverständigung setzen, denn Musik verbindet und hilft, Barrieren bei der Sprache und in den Köpfen und Herzen abzubauen.

Unter der musikalischen Leitung von Dirigent Julien Salemkour und unter dem Motto „Alle Menschen werden Brüder“ steht am 29. Januar 2016 in Rostock die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auf dem Programm. Das Werk wurde im Jahr 1824 uraufgeführt und ist die letzte vollendete Sinfonie des Komponisten. 1972 wurde das Hauptthema des letzten Satzes vom Europarat zu seiner Hymne erklärt und  ist seit 1985 die offizielle, von der Europäischen Gemeinschaft bestimmte Europahymne.

„Das Wirken des Orchesters ist gelebte Integration und zugleich gutes Vorbild für weitere Initiativen, nicht nur im Bereich der Kultur“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling. „Zu dem Konzert werden wir zahlreiche Gäste begrüßen dürfen, die sich im Rahmen der Flüchtlingshilfe in unserer Stadt engagiert haben und engagieren. Wir wollen diesen ganz besonderen Konzerthöhepunkt aber auch dafür nutzen, weiter um Unterstützung für die Flüchtlingshilfe zu bitten. So haben wir ein Spendenkonto eingerichtet, über das wir finanzielle Mittel zur Freizeitgestaltung mit Flüchtlingskindern sammeln wollen.“

Das Rostocker Konzert geht auf eine Initiative der Sopranistin Barbara Krieger und des Dirigenten Julien Salemkour zurück. Ein weiteres Konzert ist schon im Frühjahr 2016 in der Hansestadt im Rahmen einer Konferenz der Mitgliedsstädte der Union of the Baltic Cities geplant, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich zu Fragen der Flüchtlingshilfe rund um die Ostsee austauschen werden.

Karten für das Konzert am 29. Januar 2016 ab 19.30 Uhr in der Rostocker Nikolaikirche sind an allen bekannten Vorverkaufskassen zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) erhältlich und können auch in denTourist-Informationen am Universitätsplatz und in Warnemünde erworben werden.

 

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