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09.02.2017 - 13:23 | Stadtmitte | Kultur > Ausstellungen  > Erstmals Präsentation im Verbund

Elf Museen stellen in Rostock gemeinsam aus

Kampfläufer, Samaragdeidechsen und Gottesanbeterinnen, fossile Sandablagerungen mit Meerestieren und Landpflanzen, Wespenspinnen – gewöhnliche aber auch ungewöhnliche Tiere und Pflanzen, die es vor Millionen Jahren in unserer Region gab, aber auch solche, die es heute noch gibt, stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die die elf wichtigsten naturkundlichen Sammlungen und Museen aus ganz Norddeutschland zusammen führt. Der Verein NORe, der elf wissenschaftliche Sammlungen von Museen aus fünf norddeutschen Bundesländern vereint, zeigt im Zoologischen Institut der Universität Rostock voraussichtlich ab dem 26. April die Ausstellung mit dem vielversprechenden Titel: Land-Küste-Meer – Die NORe-Museen stellen sich vor.

„Es ist eine Ausstellung der ganz besonderen Art, die in Rostock präsentiert wird“, sagt Dr. Andreas Bick, Kurator der Zoologischen Sammlung  der Universität Rostock.  Ihm ist die Freude deutlich anzumerken, dass die erste gemeinsame Exposition des  2010 gegründeten Vereins NORe,  der so etwas wie eine länderübergreifenden museale Kooperation ist,  in der Hansestadt zu sehen sein wird. „Jedes der elf beteiligten Museen wird ein eigenes Ausstellungsthema mit historischem Material, Zeitreihen, von ausgestorbenen Arten bis hin zu Neozoen gestalten und in Form einer unverwechselbaren Geschichte vorstellen“, blickt  Bick voraus. Rostock als kleinere Einrichtung des Museumsverbundes selbst wartet mit  einem spannenden Ostsee-Thema auf. Mehr wollen die Initiatoren gegenwärtig noch nicht verraten.

Bielefeld am Teutoburger Wald ist sicher nicht als Badeort bekannt. Das Museum wird unter anderem die Region, wie sie vor ca. 130 Millionen Jahren ausgesehen hat, präsentieren, unter anderem küstennahe Sandablagerungen mit Meerestieren und eingeschwemmten Landpflanzen.

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg als eines der ältesten Museen in Nordwestdeutschland  dokumentiert am Beispiel des Kampfläufers, der als Brutvogel im Weser-Ems-Gebiet beheimatet war und ist, dass die Bestände stark abgenommen haben und woran das liegt.

Das  Hamburger Museum wird anschaulich vor Augen führen, dass die  Smaragdeidechse und die Mauereidechse in Deutschland von der zunehmenden Erwärmung der Erde profitieren. Die Smaragdeidechse, die früher nur am Kaiserstuhl und in wenigen isolierten Gebieten Deutschlands vorkam, ist heute in vielen Gebieten bis Bonn und Koblenz entlang des Rheins zu finden, ebenso die Mauereidechse. Verlierer kann man in Deutschland bei Amphibien und Reptilen nicht ausmachen, da spielen andere Gründe eine wichtigere Rolle, wie die intensive Landwirtschaft, Flutbereinigungen, Entwässerungen. Wie im Einzelnen, das wird in der Vitrine der Hamburger zu betrachten sein.

Zu den Gründungsmitgliedern von NORe, dem Museumsverbund der Nord- und Ostsee Region,  gehören nicht nur das Meeresmuseum Stralsund, das Müritzeum Waren, das Naturhistorische Museum Braunschweig, das Überseemuseum Bremen sowie die Zoologischen Museen der Universitäten Kiel  und Hamburg, sondern auch die Zoologische Sammlung der Universität Rostock. „Ein Ziel des Museumverbundes ist es, die Forschungs- und Sammelaktivitäten der NORe Museen und Wissenschaftlichen Sammlungen zu koordinieren“, sagt Dr. Bick. Darüber hinaus leisten die NORe Museen wichtige Beiträge zu internationalen Sammlungsdatenbanken. Die naturkundlichen Museen haben sich das gemeinsame Ziel gesetzt, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung zu fördern.

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